Warum viele Frauen sich unbewusst selbst ausbremsen – und wie du den Kreislauf durchbrichst
Kennst du das Gefühl, eigentlich genau zu wissen, was dir guttun würde, und trotzdem kommst du nicht ins Handeln? Du möchtest etwas in deinem Leben verändern, schiebst Entscheidungen jedoch immer wieder auf oder findest gute Gründe, warum jetzt gerade nicht der richtige Zeitpunkt ist.
In meiner Arbeit begegnet mir dieses Muster immer wieder. Dabei geht es selten um fehlendes Wissen oder mangelnde Fähigkeiten. Viel häufiger stehen unbewusste Ängste, Zweifel oder der Wunsch nach Sicherheit hinter diesem Verhalten. Das Verrückte daran ist, dass wir uns selbst oft gar nicht bewusst ausbremsen. Im Gegenteil. Wir haben sogar das Gefühl, alles richtig zu machen.
Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Selbstsabotage fühlt sich oft sinnvoll an
Wenn wir an Selbstsabotage denken, stellen wir uns häufig vor, dass jemand bewusst gegen die eigenen Interessen handelt. In Wirklichkeit sieht sie meist ganz anders aus.
Vielleicht liest du noch ein weiteres Buch, besuchst ein Seminar oder beschäftigst dich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung. Vielleicht möchtest du erst noch mehr über dich selbst erfahren oder wartest darauf, dass du dich endlich bereit fühlst.
All das kann unglaublich wertvoll sein. Ich selbst finde Persönlichkeitsentwicklung und Methoden zur Selbstreflexion sehr bereichernd. Problematisch wird es jedoch dann, wenn sie unbewusst dazu dienen, die wirklich wichtigen Schritte aufzuschieben.
Denn Veränderung entsteht nicht dadurch, dass wir immer mehr wissen. Sie entsteht, wenn wir beginnen, das Wissen in unserem Alltag umzusetzen.
Hinter dem Perfektionismus steckt oft etwas anderes
Viele Frauen glauben, sie müssten erst noch sicherer werden. Sie möchten sich besser vorbereiten, noch mehr Erfahrungen sammeln oder auf den perfekten Moment warten.
Doch wenn wir ehrlich sind, steckt häufig etwas ganz anderes dahinter.
Die Angst, Fehler zu machen.
Die Angst vor Ablehnung.
Die Sorge, nicht gut genug zu sein.
Oder die Unsicherheit, wie andere reagieren könnten, wenn wir neue Wege gehen.
Diese Gefühle sind vollkommen normal. Jeder Mensch kennt sie. Sie verschwinden jedoch nicht dadurch, dass wir noch mehr Informationen sammeln. Sie werden erst kleiner, wenn wir beginnen, trotz dieser Unsicherheit zu handeln.
Mut entsteht nicht vor der Veränderung. Mut entsteht währenddessen.
Orientierung ist hilfreich – solange sie dich nicht begrenzt
Ich finde Human Design und andere Persönlichkeitsmodelle spannend. Sie können dabei helfen, die eigenen Stärken besser kennenzulernen, Verhaltensweisen zu verstehen und sich selbst mit mehr Mitgefühl zu begegnen.
Schwierig wird es erst dann, wenn aus einer Orientierung eine Begrenzung wird.
Wenn Aussagen wie „So bin ich eben“ oder „Das passt nicht zu meinem Typ“ dazu führen, dass wir Chancen nicht ergreifen oder notwendige Veränderungen vermeiden, verlieren solche Modelle ihren eigentlichen Sinn.
Kein Test, kein Persönlichkeitsmodell und keine Methode kann dir die Verantwortung für dein Leben abnehmen. Sie dürfen dich begleiten, aber sie sollten niemals darüber entscheiden, was für dich möglich ist.
Veränderung beginnt mit den richtigen Prioritäten
Wenn wir etwas in unserem Leben verändern möchten, suchen wir häufig zuerst nach noch mehr Informationen. Wir lesen Bücher, hören Podcasts, besuchen Seminare oder beschäftigen uns intensiv mit neuen Methoden.
All das kann hilfreich sein. Entscheidend ist jedoch, dass Wissen allein noch keine Veränderung bewirkt. Erst wenn wir anfangen, das Gelernte im Alltag umzusetzen, entsteht Entwicklung.
Deshalb lohnt es sich, immer wieder ehrlich zu fragen: Bringt mich das, womit ich mich gerade beschäftige, meinem Ziel wirklich näher oder vermeide ich damit unbewusst den nächsten wichtigen Schritt?
Oft ist genau diese Erkenntnis der Beginn einer echten Veränderung.
Beschäftigt sein bedeutet nicht automatisch voranzukommen
Ich erlebe immer wieder Frauen, die unglaublich viel tun und am Ende des Tages trotzdem das Gefühl haben, nicht wirklich weiterzukommen.
Der Kalender ist voll, ständig gibt es etwas zu erledigen und trotzdem verändert sich wenig. Das liegt häufig daran, dass wir uns mit Aufgaben beschäftigen, die sich angenehm anfühlen, während wir die Dinge vermeiden, die uns wirklich weiterbringen würden.
Manchmal bedeutet persönliches Wachstum, ein schwieriges Gespräch zu führen. Manchmal heißt es, eine wichtige Entscheidung zu treffen, Grenzen zu setzen oder endlich den ersten Schritt in eine neue Richtung zu gehen.
Genau diese Schritte kosten Überwindung. Gleichzeitig sind sie oft der Schlüssel für echte Veränderung.
Stell dir diese Fragen ehrlich
Wenn du das Gefühl hast, auf der Stelle zu treten, lade ich dich ein, dir einmal ganz ehrlich diese Fragen zu beantworten:
- Welche Entscheidung schiebe ich schon lange vor mir her?
- Womit beschäftige ich mich stattdessen?
- Welche Angst könnte dahinterstecken?
- Was wäre der kleinste Schritt, den ich heute gehen könnte?
Die Antworten sind nicht immer bequem. Gleichzeitig zeigen sie oft sehr deutlich, wo die eigentliche Herausforderung liegt.
Fazit
Persönlichkeitsentwicklung, Coachings, Bücher oder Methoden wie Human Design können wertvolle Begleiter auf deinem Weg sein. Sie können dir helfen, dich selbst besser zu verstehen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Die wirkliche Veränderung beginnt jedoch immer dort, wo du ins Handeln kommst.
Du musst nicht perfekt vorbereitet sein. Du musst auch nicht jede Antwort kennen. Viel wichtiger ist, dass du bereit bist, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen und Schritt für Schritt loszugehen.
Denn oft liegt die größte Veränderung nicht darin, noch mehr zu lernen, sondern endlich das umzusetzen, was du längst weißt.
Möchtest du den ersten Schritt jetzt gehen?
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du dich an der einen oder anderen Stelle wiedererkennst, dann ist das bereits ein wichtiger Anfang. Veränderung beginnt oft genau in dem Moment, in dem wir ehrlich zu uns selbst sind.
Vielleicht wünschst du dir schon länger mehr Klarheit, mehr Selbstvertrauen oder den Mut, endlich Entscheidungen zu treffen, die sich wirklich nach dir anfühlen. Manchmal braucht es dafür nur den richtigen Impuls und eine Begleitung, die dir zeigt, was in dir steckt.
Genau dafür habe ich mein Sommerangebot entwickelt. In einem geschützten Rahmen schauen wir gemeinsam auf deine aktuelle Situation, lösen hinderliche Blockaden und entwickeln konkrete Schritte, mit denen du deinen eigenen Weg selbstbewusst weitergehen kannst.
Wenn du das Gefühl hast, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, freue ich mich darauf, dich kennenzulernen. Informiere dich über mein aktuelles Sommerangebot und finde heraus, ob es zu dir und deinem Weg passt.